Am Anfang jeder Implantatbehandlung stehen eine eingehende Untersuchung, die individuelle Beratung und ein individuell abgestimmter Behandlungsplan. Wir werden Sie ausführlich über alle Behandlungsalternativen, die medizinische Notwendigkeit und Risiken des Eingriffes aufklären. Die Untersuchung dient zur Abklärung der individuellen Voraussetzungen sowie der Planung und Vorbereitung der eigentlichen Behandlung. Dabei wird nicht nur der betreffende Bereich des Kiefers, sondern der gesamte Mundraum und der Kieferknochen einbezogen. Röntgenaufnahmen des betreffenden Abschnittes bzw. „Panorama“-Aufnahmen (OPG) des kompletten Kiefers spielen bei der Untersuchung wie auch bei der späteren genauen Planung eine wichtige Rolle. Zu Beginn dienen sie dazu, einen ersten Überblick über die Kieferknochen- und Gebissverhältnisse zu gewinnen. In schwierigen Situationen kann es notwendig sein, die röntgenologische Diagnostik mit einer 3-D-Aufnahme, einem sogenannten dentalen CT bzw. einer DVT (Digitalen Volumentomografie)-Aufnahme zu erweitern.

Zum Einsetzen der künstlichen Zahnwurzel wird das Zahnfleisch mit einem kleinen Schnitt geöffnet und dort, wo das Implantat eingesetzt wird, ein in der Größe abgestimmtes Loch gebohrt. Anschließend wird das Implantat eingesetzt. Es muss fest im Knochen „sitzen“, damit es gut einheilen und mit dem Kieferknochen verwachsen kann. In den meisten Fällen wird für das Einfügen der Implantate an der vorher genau festgelegten Position eine Implantationsschablone (auch „Bohrschablone“) verwendet. Nach dem Einsetzen des Implantats wird das Zahnfleisch entweder durch dünne Fäden geschlossen oder es wird ein Weichgewebsformer zur Ausformung des Durchtrittbereichs im Zahnfleisch eingesetzt („offene“ Einheilung).

Die Versorgung mit Implantaten gliedert sich im Allgemeinen in folgende Phasen:

  1. Untersuchung und Diagnose
  2. Besprechung des Befundes und Beratung
  3. Individuelle Planung
  4. Einfügen der künstlichen Zahnwurzel (Implantation)
  5. Einheilphase
  6. Aufsetzen des Verbindungsstücks (Abutment) und des endgültigen Zahnersatzes (Suprakonstruktion)
  7. Nachsorge mit regelmäßiger zahnärztlicher Kontrolle und professionellen Zahnreinigungen