Für eine erfolgreiche Implantatversorgung müssen die folgenden allgemeinen und speziellen zahnmedizinischen Voraussetzungen erfüllt sein. Zu den allgemeinen Voraussetzungen zählt, dass der Patient für kleine chirurgische Eingriffe operationsfähig sein muss. Allgemeingesundheitliche Einschränkungen wie beispielsweise Bluterkrankungen (Gerinnungsstörungen) oder eine Bisphosphonattherapie sollten zwingend vor einer implantologischen Behandlung internistisch abgeklärt sein. Erkrankungen wie Diabetes und Osteoporose sprechen nicht grundsätzlich gegen eine Versorgung mit Implantaten.

Unter den zahnmedizinischen Voraussetzungen für eine Implantatversorgung ist hervorzuheben, dass zum Zeitpunkt der Implantation keine Entzündung oder andere Erkrankung der Schleimhaut oder des Knochens in der Mundhöhle vorliegen sollte. Zum Zeitpunkt einer Implantation sollten auch Vorbehandlungen wie beispielsweise eine Parodontalbehandlung oder eine kieferorthopädische Behandlung abgeschlossen sein. Zudem muss an der gewünschten Insertionsstelle genügend Knochen zur Verfügung stehen. Ist dies nicht der Fall, kann die Situation mit Eigenknochen, Knochenersatzmaterial und ggf. thrombozytenreichem Plasma, das aus eigenem Blut hergestellt wird, aufgebaut bzw. verbessert werden Bei schwierigen Kiefersituationen erfolgt heute vermehrt eine computergestützte Diagnostik und computergestützte Implantatplanung, um unseren Patienten eine erfolgreiche Therapie zu gewährleisten. Die Einheilzeit der Implantate liegt zwischen sechs Wochen und mehreren Monaten und ist abhängig von verschiedenen Faktoren wie z. B. der Knochenqualität und Anfangsfestigkeit (Primärstabilität) der Implantate. In dieser Zeit bildet sich ein fester Verbund zwischen Implantat und Kieferknochen, was als „Osseointegration“ bezeichnet wird.